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Deutschland ist Schlusslicht bei Social Media Nutzung

Deutschland ist Schlusslicht bei Social Media Nutzung

Social Media | 27.03.2015 12:10

„Das Internet ist für uns alle Neuland“, sagte Bundeskanzlerin Merkel im Juni 2013 auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Obama. Betrachtet man die GlobalWebIndex-Studie hat sie nicht ganz unrecht damit. Die Auswertung zeigt, dass soziale Netzwerke für Deutsche tatsächlich Neuland ist.

Im vergangenen Monat nutzten nur 51 Prozent der Deutschen mindestens ein Mal ein Social Network, dieser Umstand beschert Deutschland Platz 30 im Ländervergleich. Noch geringer fällt die Quote in den Niederlanden und Japan aus. Die Nutzer mit der größten Aktivität leben derweil in Argentinien, Mexiko und der Türkei (je 86 Prozent), dicht gefolgt von Indonesien, wo im letzten Monat 83 Prozent mindestens ein Mal ein Social Network nutzen.

Auch hinsichtlich der Verweildauer sieht es in Deutschland eher mau aus, zumindest im direkten Vergleich zu den anderen untersuchten Ländern. Durchschnittlich surfen Deutsche etwas mehr als eine Stunde am Tag in sozialen Netzwerken und landen damit wieder am unteren Ende der Skala. Auch hier sind es wieder nur Niederländer und Japaner, die noch weniger Zeit in Social Networks verbringen. Spitzenreiter bei der Verweildauer sind Philippiner mit knapp drei Stunden. GlobalWebIndex hat, für die Analyse der Verweildauer, die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt, die zum einen die gesamte Bevölkerung und darüber hinaus 16-24 Jährige abbildet. Unsere Jüngsten surfen mit zwei Stunden zwar im Durchschnitt etwa doppelt so lange wie die Gesamtbevölkerung, aber auch die 16-24 Jährigen Deutschen kommen im direkten Vergleich an Gleichaltrige Teilnehmer der führenden Länder nicht ran.

Besonders spannend wird die GlobalWebIndex Studie, wenn man sie einer Studie der OECD gegenüberstellt, die den Bildungsstatus von Social Network Nutzern in Europa vergleicht. Die Studie, die das Jahr 2013 betrachtet, stellt fest, dass in den meisten europäischen Ländern vor allem gut gebildete Menschen tweeten und posten. In Deutschland hingegen entstammen die meisten User, die tweeten oder posten, niedrigeren Bildungsschichten. 

Eine weitere OECD Studie mit Blick auf das Jahr 2014 bringt ein ähnliches Ergebnis hervor. 

Diese Ergebnisse lassen sich jedoch keineswegs auf alle in Deutschland genutzten Social Networks 1:1 übertragen, alleine der riesige Marktanteil von Facebook in Deutschland beeinflusst das Ergebnis stark.

 

 

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