Es ist das Worst-Case-Szenario jeder PR- oder Social-Media-Abteilung, wenn der eigene Social-Media-Account gehackt wird, so wie es letzte Woche bei Burger King geschah. Fremde übernahmen das Twitter-Profil, posteten Geschmacklosigkeiten und kündigten zudem an, dass McDonald‘s den Konkurrenten übernommen habe. Es dauerte eine Stunde, bis das Konto gesperrt wurde. Und dies ist kein Einzelfall. Dabei ist ein sicherer Account schnell zu gewährleisten, wenn man folgende Tipps befolgt.

Das richtige Passwort wählen:

  • Jeweils ein Passwort für einen Account verwenden, keine Passwörter mehrfach nutzen, sonst sind im Falle eines Hacks alle Social Media Auftritte unsicher. 
  • Kein Passwort, das im Wörterbuch gefunden werden kann oder Tastaturmuster wie „qwertz“ oder „12345“.
  • Am besten ist es, ganze Sätze zu verwenden und nicht weniger als 8 Zeichen mit einer Mischung aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen.
  • Keine Passwörter auf der Grundlage von personenbezogenen Daten (Geburtsdatum etc.).
  • Passwörter regelmäßig ändern!
  •  Passwörter nicht per E-Mail versenden  oder auf Zetteln notieren. Programme wie1Password helfen dabei, Zugänge sicher aufzubewahren.

Tipps für einen sicheren Computer:

  • Computer, Browser und Betriebssystem regelmäßig updaten.
  • Neuste Patches, Upgrades und Anti-Viren Software verwenden.
  • Regelmäßiger Computer-Scan nach Viren, Spyware und Adware.
  • Keine sensiblen Daten in öffentlichen WLANs übermitteln.

Tipps für den Umgang mit Social-Media-Accounts:

  • Für das Zurücksetzen des Accounts sollte eine private Email-Adresse benutzt werden, d. h. keine öffentliche Email Adresse, die z. B. auf der Unternehmenshomepage einsehbar ist.
  • Drittanbieter-Applikationen mit Vorsicht auswählen: Es gibt viele Drittanbieter-Programme und Applikationen, die mit Social Media-Accounts nutzbar sind. Diese Applikationen sind von externen Entwicklern auf die jeweiligen sozialen Plattformen aufgebaut und räumen dem Entwickler Rechte ein, mit dem Account verschiedene Dinge im Namen des Account-Inhabers zu tun. Es sollte daher mit Vorsicht ausgewählt werden, wer die Kontrolle über den Account erhält.
  • Keine merkwürdigen Links anklicken, auch wenn sie von Freunden kommen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei den Freunden und Followern nach.

Folgende nützliche Funktionen findet man in den Sicherheitseinstellungen von Facebook:

  • Kontrollieren Sie regelmäßig in den Sicherheitseinstellungen die bekannten Geräte und aktiven Sitzungen. Schließen Sie verdächtige aktive Sitzungen.
  • Wenn Sie Facebook in ungesicherten öffentlichen Netzen nutzen, z. B. auf Flughäfen oder in Cafés, sollten Sie das sichere Durchstöbern von Facebook (https) aktivieren.
  • Wenn Ihr Konto geknackt oder gehackt wurde, folgen Sie diesen Anweisungen:https://www.facebook.com/help/131719720300233/
  • Unter Anmeldebenachrichtigungen kann man sich per Email informieren lassen, wenn von einem Computer oder Handy auf das eigene Konto zugegriffen wird, dass man zuvor nicht verwendet hat.
  • Laden Sie regelmäßig eine Kopie Ihrer Daten herunter.

Folgende Tipps sollten im Umgang mit dem Twitter-Account beachtet werden:

  • Freunde und Follower informieren, wenn verdächtige Inhalte geteilt werden und diese als Phishing oder Spam identifiziert werden.
  • Verkürzte Links auswerten: Da auf Twitter meistens verkürzte Links verwendet werden, die den ursprünglichen Link verbergen, ist es auf den ersten Blick nicht mehr möglich zu erfahren, wohin der Link überhaupt führt. Mithilfe von Plug-Ins  für die verschiedenen Browser, z. B. für Firefox oder denInternet Explorer, kann man die komplette URL sehen, bevor man den Link anklickt
  • Wenn Sie gehackt wurden: https://support.twitter.com/articles/31796-my-account-has-been-compromised