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iOS Clips: Der Hands-on-Test

iOS Clips: Der Hands-on-Test

News | 12.04.2017 17:00

„Alle lieben deine Videos.“, verspricht die neue iOS-App. Na dann mal los, denken wir uns und wollen die App sofort ausprobieren. Aber so schnell geht es dann leider doch nicht: Ohne das neueste iOS-Update geht nämlich erstmal gar nichts! Also „kurzerhand“ das iPhone updaten und auf ein Neues… Dann ist die neue Video-App zum einfachen Produzieren und Teilen von Videos bereit für unseren Test.

Usability wie immer top

Ein Vorteil, den Apple-Jünger besonders schätzen, ist auch bei der neuen App „Clips“ gegeben: die intuitive Bedienung. Man findet sich sofort – bzw. durch ein bisschen herumspielen – zurecht und kann mit der Videoproduktion starten. Und das machen wir auch.

Unsere Kollegin Aline macht sich gerade auf den Weg in die Küche und zack – haben wir unser erstes Opfer zum Testen der App. In der Mitte finden wir einen roten Button mit der Aufschrift „Zum Aufnehmen halten“ – also genau wie bei Snapchat heißt es: solange der Finger den Button berührt, wird aufgenommen. Das Coole an Clips ist, ähnlich wie bei der App „Vine“, dass man viele Videos hintereinander zusammenschneiden kann und so wirklich schnell außergewöhnlichen und abwechslungsreichen Content erstellen kann. Um kurze Geschichten zu erzählen, ist „Clips“ eine echte Alternative!

Features noch ausbaufähig

Da wir wissen, was unsere Kollegin Aline in 99 Prozent der Fälle in die Küche führt, entscheiden wir uns für einen App-Test zum Thema ‚Kaffee kochen‘. Um den Prozess des Kaffeekochens ein bisschen mehr zu inszenieren, werfen wir einen Blick auf die Extras der App. Es gibt animierte Schriften wie „WOW!“ oder „Hallo“, genauso wie Ort- und Zeitangaben. Bis jetzt gibt es sieben verschiedene Filter – von Schwarzweiß- über Sofortbild- bis zum „Comic-Heft“-Filter. Text kann auch eingefügt werden. So weit so gut, nichts wirklich Neues im Vergleich zur Konkurrenz. Was hingegen neu (und ziemlich cool) ist: die Live-Untertitel-Funktion.

Wenn man beim Aufnehmen spricht, verwendet „Clips“ das Gesagte automatisch und zeitgleich, um Untertitel einzufügen. Dazu muss man ziemlich klar und deutlich sprechen, aber das ist kein Problem: Auch wenn Kollegin Aline ein Naturtalent ist, können diese Texte im Nachhinein durch einfaches Anklicken korrigiert werden. Insgesamt sind die Effekte allerdings sicher noch ausbaufähig, sodass wir gespannt auf die nächsten Updates warten.

Nettes Schnittprogramm, aber kein neuer Kanal

Im Gegensatz zu „Snapchat“, „Instagram Stories“ oder anderen Apps, ist Clips kein eigener Kanal. Die produzierten Contents können auf dem Smartphone gespeichert werden und von da aus auf herkömmlichen Kanälen geteilt werden, oder auch über iMessage direkt versendet werden. Die App ist somit also eher Ergänzung als wirkliche Konkurrenz zu anderen Video-Apps.

Was kritisch zu sehen ist und im Hinterkopf behalten werden sollte, ist der Umgang mit den Rechten: Clips kann nämlich – im Gegensatz zu anderen Apps – ohne zu fragen, auf Kamera, Mikrofon oder Adressbuch zugreifen. Es fehlt also die bewusste Entscheidung des Users dafür, allerdings ist die App ohne diese Freigaben auch kaum nutzbar.

Wir sind gespannt, welche Features wir noch erwarten können und ob Apple nicht doch die Chance nutzt, anderen Video-Kanälen Konkurrenz zu machen...

Aber jetzt gibt's erstmal Kaffee! Christoffer & Annika

 

Test Clips from SMART PR GmbH on Vimeo.

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